Legaler Kauf von Medikamenten gegen Erektionsstörungen

Vier bis sechs Millionen Männer in Deutschland sind von erektiler Dysfunktion betroffen. Dies kann verschiedenste Ursachen haben: von Stress im Alltag, über den Lebensstil (Alkohol, Drogen, Nikotin) bis hin zu gesundheitlichen Problemen. Fakt ist, dass dies kein Schicksal ist, dem sich Männer und ihre Partner ergeben müssen. Am Markt gibt es zahlreiche Mittel, die bei solchen Beschwerden Abhilfe schaffen.

Woher bekommt man Medikamente gegen Erektionsstörungen?

Im deutschsprachigen Raum sind Potenzmittel grundsätzlich rezeptpflichtig. Das bedeutet, dass man in den meisten Fällen nicht um ein Gespräch mit einem Arzt herumkommt. Wer alleine bei der Vorstellung an eine solche Unterhaltung schon kalte Füße bekommt, hat auch einige andere Optionen. So ist es zum Beispiel möglich, über eine Online-Sprechstunde ein Rezept zu erhalten. Männer, die sich gar nicht vorstellen können dieses Thema anzusprechen, können auch auf schwächer dosierte Mittel zurückgreifen, die nicht rezeptpflichtig sind. Dabei kann es allerdings vorkommen, dass die gewünschte Wirkung nur schwach eintritt oder völlig ausbleibt. Eine weitere Möglichkeit ist die illegale Online-Bestellung von Potenzmitteln aus dem Ausland. Von dieser ist jedoch stark abzuraten, da sie eine Reihe von schwerwiegenden Risiken mit sich bringt.

Welche Medikamente gegen Erektionsstörungen kann man in Europa legal erwerben?

Viagra

Viagra ist wohl das bekannteste Potenzmittel aller Zeiten. Oft werden sogar andere erektionsfördernde Medikamente fälschlicherweise unter dem Begriff Viagra zusammengefasst, sogar wenn diese völlig andere Wirkstoffe enthalten. Die kleinen blauen Pillen wirken bei Männern mit Erektionsstörungen, indem es sie die Durchblutung des Penis erhöhen, so dass diese eine Erektion bekommen und halten können, die hart genug für Sex ist. Die Erektion tritt allerdings nur bei sexueller Stimulation auf – ansonsten zeigt Viagra keine Wirkung. Die einzelnen Ergebnisse können dabei variieren. Das Potenzmittel ist rezeptpflichtig und in den Dosierungen 25 mg, 50 mg und 100 mg erhältlich.

Aber was ist jetzt eigentlich Viagra? Hinter dem Begriff steht der Arzneistoff Sildenafil, welches zu der Gruppe der PDE-5-Hemmer gehört. Das bedeutet, dass es sich dabei um eine Substanz handelt, die das Enzym Phosphodiesterase 5 hemmen. Dieses ist dafür verantwortlich den Botenstoff cGMP, der Signale innerhalb von Zellen weiterleitet, abzubauen. PDE-5 ist somit der Feind einer jeden Erektion.Wird PDE-5 gehemmt, kommt es zu einer erhöhten Konzentration von intrazellulärem cGMP, die zu einer Erweiterung der Blutgefäße führt. Unter anderem entspannen sich dadurch auch die Blutgefäße im Penis. Dadurch werden das Einströmen von Blut und die Entstehung einer Erektion erleichtert. Viagra wirkt ab dem Zeitpunkt der Einnahme nach 30 bis 60 Minuten. In einigen Fällen kann die Wirkung auch früher einsetzen. Die Wirkungsdauer von Viagra beträgt ca. 4 Stunden. Bis 2013 war Viagra das einzige am Markt erhältliche Potenzmittel mit Sildenafil, da es bis dahin patentrechtlich geschützt gewesen ist. Heute gibt es zahlreiche Generika, die genauso wirksam sind. Generika der folgenden Hersteller sind legal und genauso wie Viagra rezeptpflichtig in der Apotheke erhältlich: Sildenafil 1A Pharma, SildeHEXAL, Sildenafil AbZ, Sildenafil Ratiopharm, Pfizer Sildenafil, Valedonis TEVA, Sildenafil Stada, Sildenafil Zentiva

Cialis

Cialis ist seit 2002 auf dem deutschen Markt in Dosierungen von 5 mg, 10 mg und 20 mg

erhältlich. Anders als andere Potenzmittel, kann Cialis in niedriger 5-mg-Dosierung auch täglich eingenommen werden. Der enthaltene Wirkstoff Tadalafil hemmt wie Viagra das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5). Die maximale Konzentration von Tadalafil im Blut besteht 120 Minuten nach der Einnahme. Während Viagra schon nach vier Stunden zur Hälfte abgebaut ist, ist dies bei Cialis erst nach 17 Stunden der Fall. Cialis kann bis zu 36 Stunden wirksam sein und wird deshalb auch gerne als „Wochenendpille“ bezeichnet. Bei sexueller Stimulation in diesem Zeitfenster ist es also möglich, mehrmals eine Erektion zu bekommen. Die Einnahme kann von 30 Minuten bis 12 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr erfolgen. Wie Viagra ist auch Cialis rezeptpflichtig.

Levitra

Levitra mit dem Wirkstoff Vardenafil ist ebenfalls ein PDE-5-Hemmer. Das Potenzmittel wurde 2003 von der deutschen Firma Bayer HealthCare auf den Markt gebracht und weist in der Wirkung wie Cialis viele Gemeinsamkeiten mit Viagra auf. Die Tabletten gibt es in einer 5mg, 10mg und 20mg Variante. Bei der ersten Einnahme wird eine kleinere Dosierung empfohlen. In der schwach dosierten 5mg Variante eignet sich Levitra wie Cialis zur täglichen Verwendung. Das Medikament sollte 25 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Die Wirkung tritt verspätet ein, wenn zuvor eine fetthaltige Mahlzeit konsumiert wurde. Es kann bis zu fünf Stunden nach der Einnahme zu einer Erektion kommen, wenn dieser sexuelle Stimulation voraus geht. Das Mittel ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verschreibungspflichtig.

Spedra

Auch Spedra ist ein Potenzmittel, das zu der Gruppe der PDE-5-Hemmer gehört. Der Wirkstoff von Spedra heißt Avanafil und ist in Dosierungen von 50mg, 100mg oder 200mg in den Tabletten enthalten. Die empfohlene Anfangsdosis liegt dabei bei 100mg. Das Mittel ist rezeptpflichtig.

Priligy

Priligy wirkt anders als die bisher erwähnten Potenzmittel. Dieses rezeptpflichtige Medikament ist für Männer, die unter vorzeitigem Samenerguss leiden. Sein Wirkstoff Dapoxetin gehört zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und ist seit 2009 in Deutschland zugelassen. Der Ejakulationsreflex stellt ein komplexes Zusammenspiel zwischen körperlichen Mechanismen im Zentralnervensystem und im Rückenmark dar. Der Botenstoff Serotonin spielt in diesem Gefüge eine zentrale, hemmende Rolle für die Ejakulation. Dapoxetin blockiert den Serotonin-Transporter. Das führt zu einer verlängerten Verweildauer von Serotonin an bestimmten Nervenfasern im Gehirn und verzögert auf diesem Wege die Ejakulation. Die übliche Dosierung beträgt 30mg. Diese kann jedoch je nach Bedarf vom behandelnden Arzt auf bis zu 60mg erhöht werden. Zwischen Einnahme des Mittels und Geschlechtsverkehr sollten ein bis drei Stunden liegen.

Andere legale Potenzmittel

Neben den oben genannten rezeptpflichtigen Medikamenten, gibt es zahlreiche nicht verschreibungspflichtige Mittel gegen Erektionsstörungen. Der Großteil dieser Alternativen hat eine pflanzliche Basis. Dazu zählen z.B. Damiana, Erd-Burzeldorn, Ginko, Bischofmütze, Yohimbin-Baum und Ginseng. Das Problem bei diesen Mitteln ist allerdings, dass die gewünschte Wirkung in den meisten Fällen ausbleibt. Sie sind zwar eine bessere Option als illegale Potenzmittel wie Kamagra, können jedoch in ihrem Resultat nicht mit legalen Medikamenten mithalten. Wer sich eine Lösung für Erektionsschwierigkeiten erhofft ist nach wie vor am besten damit beraten, einen Arzt aufzusuchen und sich ein legales Potenzmittel verschreiben zu lassen.

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