Illegale Potenzmittel im Internet

Für viele Männer ist der erste Schritt um seiner Erektionsprobleme Herr zu werden, sich im Internet über Möglichkeiten zur Verbesserung der eigenen Potenz zu informieren. Neben verschiedensten harmlosen Ratschlägen zu Veränderungen des Lebensstils, der Ernährung oder natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln trifft man bei einer solchen Recherche spätestens bei automatisch angezeigten Werbungen auf Potenzmittel.

So gut wie jeder hat schon einmal von Viagra gehört und was dieses Medikament bewirkt, bzw. bewirken soll. Neben Viagra gibt es viele andere legale aber verschreibungspflichtige Potenzmittel. Doch auch illegale Potenzmittel werden im Internet zum Kauf angeboten. Diese Mittel wurden von den Behörden in Europa und im speziellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (je nachdem in welchem Land man sich befindet) nicht zugelassen.

Trotzdem werden viele dieser illegalen Potenzmittel oft aggressiv und in höchsten Tönen auf seriös wirkenden Homepages und Foren beworben. Doch warum sind diese Medikamente illegal und was unterscheidet sie von den verschreibungspflichtigen Potenzmitteln, die in Europa zugelassen sind?

Warum Kamagra illegal ist

Eines der am häufigsten gesehenen illegalen Potenzmittel ist Kamagra. Da Kamagra mit Sildenafil den selben Wirkstoff wie Viagra enthält, ist es auf Anhieb nicht für alle verständlich, warum Kamagra nicht zugelassen wurde, Viagra aber schon. Auch wenn Kamagra und Viagra den selben Wirkstoff enthalten, führt alleine der Unterschied in der Art der Einnahme beider Medikamente zu verschiedenen Wirkungen und Nebenwirkungen. Viagra wird als Tablettenform eingenommen. Kamagra wird als Gel angeboten über welches man den Wirkstoff per Schleimhaut aufnimmt. Kamagra findet man unter Kamagra 100mg und das Gel als “Kamagra Oral Jelly” und wird in vielen verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen angeboten. So will man vor allem jüngere Männer zum Kauf animieren.

Ein gewaltiger Unterschied zwischen Viagra und Kamagra ist die Studienlage. Viagra wurde seit seiner Markteinführung im Jahr 1998 millionenfach angewendet und gilt als das am besten erforschte rezeptpflichtige Potenzmittel auf dem Markt. Es war auch der Vorläufer für viele andere Potenzmittel, die auf ähnliche Art und Weise wirken. Kamagra dagegen ist so gut wie noch gar nicht erforscht und die Behörden der EU konnten die Wirkung dieses Medikaments noch nicht in dem Umfang nachweisen, in dem es nötig wäre um es für die Herstellung und den Verkauf freizugeben.

Neben dem Risiko, dass Kamagra nicht wirkt oder dass man unerwartete Nebenwirkungen erleidet besteht auch die Möglichkeit, dass das Produkt bei der Herstellung verunreinigt worden ist. Kamagra wird üblicherweise in Indien hergestellt, wo andere Standards für Hygiene, Sicherheit und Lagerung herrschen als bei uns in Europa. Auch aus diesem Grund ist Kamagra in Europa nicht zugelassen.

Sildigra – ein weiteres Sildenafil Generika aus Indien

Sildigra ist ein anderes Potenzmittel, das in Indien hergestellt wird und den Viagra-Wirkstoff Sildenafil enthält. Sildigra wird oft als übermäßig praktisches und wirkungsvolles Potenzmittel beworben, das der Wirkung von Viagra und Co. überlegen sein soll. Es wird wie Viagra eingenommen, soll besser wirken (auch wenn die Erektionsstörung psychologische Ursachen hat, soll es Abhilfe verschaffen) und die Wirkung triff angeblich schon nach einer halben Stunde ein. Darüber hinaus ist es als Generikum, das im Ausland hergestellt wird deutlich billiger als in Europa zugelassene Potenzmittel.

Man sollte sich aber nicht von dieser Marketingstrategie täuschen lassen. Auch wenn Potenzmittel, die Sildenafil enthalten und in Europa zugelassen sind für gesunde Männer gut verträglich sind, können Potenzmittel, die auf falsche Art und Weise zusammengesetzt, hergestellt und gelagert wurden und vor allem wahllos an jeden verkauft werden, enorm gesundheitsschädlich wirken.

Warum Potenzmittel so streng kontrolliert werden

Potenzmittel die in Europa zugelassen sind unterliegen strengen Richtlinien. Diese Richtlinien kontrollieren, dass die Wirkstoff in der korrekten Dosierung und in einer Kombination mit anderen Zutaten vereint wurden, die sich nicht gefährlich auf die Gesundheit der Konsumenten auswirken kann. Darüber hinaus ist der Sinn dahinter, dass man sich Potenzmittel nur von einem Arzt verschreiben lassen kann der, dass Potenzmittel die einen PDE5-Hemmer wie Sildenafil als Wirkstoff beinhalten die Gesundheit der Konsumenten gefährden, die an Erkrankungen der Blutgefäße, am Herzen oder anderen Organen leiden. Hier kann die Einnahme selbst eines in Europa zugelassenen Potenzmittels im schlimmsten Fall gar zum Tod führen.

Wie man am einfachsten und mit geringstem Risiko Erektionsstörungen behandelt

Statt sich auf gefährliche Substanzen zu verlassen, ist es am nachhaltigsten und sichersten, wenn man sich in Absprache mit einem Arzt auf Potenzmittel einlässt, die in Europa zugelassen sind. Verständlicherweise ist ein Besuch beim Arzt nicht besonders angenehm, wenn man offen über seine Potenzstörung reden muss. Diese Hürde kann aber angenehmer gestaltet werden, indem man eine Online-Sprechstunde bei einem qualifizierten Arzt vereinbart. Hier kann man per Telefonat oder einer anderen modernen Kommunikationsform ein Rezept ausgeschrieben bekommen (vorausgesetzt der Arzt befindet das als vertretbar).

Neben den beiden bekannten illegalen Potenzmitteln, die in diesem Artikel vorgestellt wurden, gibt es weitere Substanzen, die im Internet beworben werden, aber in Europa aus gutem Grund nicht zugelassen wurden. Diese zeichnen sich oft durch klingende Namen, hohe Versprechungen und einem Hinweis auf rezeptfreie Bestellung aus. Es ist daher am sichersten, wenn man sich bei seinem Arzt über sichere Medikamente zur Steigerung der Potenz informiert.

Sobald man ein Rezept bekommen hat, kann man sich mit bestem Gewissen ein zugelassenes Potenzmittel bestellen und einnehmen.

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